Barcamp „Tourism 2.0“ – Tourism Sustainability and Social Media

Als ich vor zwei Wochen per skype über eine Internet-Konferenz zum Tourismus und Klimawandel gesprochen habe, sagte der: “Du musst begreifen, dass fast jeder, der älter als 15 Jahre alt ist, im Hinblick auf Computer und Internet eigentlich Analphabet ist.“

Beim Barcamp zu Tourismus, Nachhaltigkeit und Neue Medien an der MODUL-Universität in Wien letzte Woche, wurde mir schnell klar, wie recht er hatte. Man kommt sich altmodisch vor, wenn man gedruckte Visitenkarten mit jemanden austauschen will, der ein Poken um den Hals hängen hat. Bis im November die Reisemesse-Saison beginnt, sollte ich besser vorbereitet sein. Auch die Möglichkeiten, die ich in der Verwendung von virtuellen Landkarten gesehen hatte, scheinen längst überholt. „Wer nur auf einen Kartenanbieter setzt, läuft schnell Gefahr,

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Foto: Karola Riegler

dass sich schwarze Löcher oder Ungenauigkeiten einstellen.“ Die Einbindung verschiedener Kartenanbieter – dem Benutzer per Klick zur Auswahl gestellt – ist technisch eher am Puls der Zeit. Unter den Teilnehmern waren Touristiker ein seltener Anblick. Ein Mangel, wie sich im Gespräch mit einigen Technik-Freaks herausstellte. Innerhalb kürzester Zeit traten vielfältige Einsatzmöglichkeiten neuer Technologie für die Freizeitindustrie zutage. Und hier liegt die Stärke von Barcamps. Es sind informelle Treffen, auf denen, wer das wünscht, selbst den eigenen Vortrag in einem Blanko-Veranstaltungsplan einträgt. Die Freiräume, die zwischen den Präsentationen eingeplant sind, lassen ausreichend Zeit für vertiefende Gespräche – gerne auch interdisziplinär.

Auch – oder gerade – wer mit Begriffen wie Semantic Web, Wikis, New Media, Geospatial Web, Blogs oder Mobile Web (noch) nichts oder nur wenig anfangen kann, dem sei eine Teilnahme am nächsten Barcamp ans Herz gelegt. Die Schnittstellen zum Tourismus sind ebenso zahlreich wie die Geschäftsmöglichkeiten. Es werden sicherlich auch in Zukunft nur wenige Reise-Profis den Weg in die „fremde“ Technikwelt wagen. Sie aber werden diejenigen sein, die in Kürze auf die anderen zurückblicken – mit einigem Vorsprung.

Mehr Urlaubs-Spaß in Österreich

Geht’s bald nach Österreich in den Urlaub? Ein bisschen Kontakt zur Lokal-Bevölkerung wär angenehm? Wir haben seit unserer Ankunft ein paar Worte gesammelt, die für unsere Ohren ungewohnt geklungen haben. Manche kennt man, andere vielleicht nicht. Aber fragen kost ja bekanntlich (fast) nix.

Unser Urlaubstipp: Mit dem Bingo auf Erklärungs-Suche – wer hat zuerst alle Begriffe herausgefunden?

Österreichisch

Bingo: Österreichisch

Viel Spaß.

Was? Fairness Creme

Was ist „Fairness Creme“?

a) Sportsalbe für Schiedsrichter

b) Schlagsahne aus Bioanbau

c) Perlweiß für´s Gesicht

NaN #7 - Fairness Creme

Während in Europa Selbstbräunungs-Creme und Make-up für einen sonnig braunen Teint aufgetragen werden, so gilt hier die vornehme Blässe als Schönheitsideal. Und so versprechen allerlei Cremes eine strahlend rosa Haut und einen hellen Teint – fair eben.

Was? Bandh

Was ist ein „Bandh“?

a) Generalstreik

b) Kleidungsstück

c) Musikgruppe
NaN #6 - Eine Hauptverkehrsader in Kalkutta hat Niedrigdruck - Bandh, Generalstreik

Bandh ist allerhand – Ziviler Ungehorsam, Fußmärsche statt Bus mitten auf einer Hauptstraße, tagelang nur Tütensuppen essen, schulfrei, usw.
Wenn ein Generalstreik ausgerufen wird, geht nix mehr – außer uns. Wir genießen die Ruhe, und nutzen die unverhoffte Freizeit zu einem ausgedehnten Spaziergang.

Was? Momo

Was ist „Momo“?

a) südasiatische Ravioli

b) Romanheld

c) Waschpulver

Momo

Als Vegetarier zerkleinere man Kohl, als Fleischfresser wahlweise Schwein, Rind, Huhn oder Büffel und fülle damit ein bierdeckelgroßes Stück Teig. Das Ganze in einen speziellen Dünst-Topf – Kochen ist unangebracht – und fertig sind die Momos, eine tibetische Spezialität, die sich auch in Nordbengalen großer Beliebtheit erfreut.

Was? Iron Man

Was ist ein „Iron Man“?

a) Titel eines Rocksongs

b) Wäschedienstleister

c) Sportveranstaltung

Ironman - Knitterfrei gebügelt

Ein Mann bügelt Kleider

Als Ironman bezeichnet man den Kleinstdienstleister, der in indischen Wohngebieten an vielen Ecken zu finden ist und der Wäsche bügelt. Ein Holzverschlag, ein Bügeleisen, einen Ofen und heiße Holzkohle, mehr braucht es nicht zum knitterfreien Auftritt.