On the road again!

On the road again!

Autos dicht gedrängt, kreuz und quer - nicht nur auf diesem Parkplatz ein alltäglicher Anblick

Foto: Autos dicht gedrängt, kreuz und quer – nicht nur auf diesem Parkplatz ein alltäglicher Anblick

Frohgelaunt radele ich in die Stadt; am frühen Morgen ist der Verkehr zum Glück noch nicht ganz so unbeherrscht. „Über das tägliche Kampfschwimmen im Verkehrsfluss müsste die Zeitung mal schreiben“, denke ich, „die haben doch schließlich die Aufgabe die Bevölkerung vor unmittelbaren Bedrohungen zu warnen.“ Aber dafür ist das wilde Miteinander auf der Straße – Resultat des Zusammenlebens von 1000 Menschen pro Quadratkilometer – wohl nicht spektakulär genug. Wie schwierig es ist, Alltag zu beschreiben, hatten wir ja schon. Und ich muss gestehen, dass ich selbst – nach monatelangem Training –rasant wie James Bond zwischen den Autos durchflitze; dauerhaft klingelnd, erst im letzten Moment bremsend, und ohne vernünftiges Verhältnis zum Sicherheitsabstand. Man ist ja anpassungsfähig. Gefahr ist eine Sache der Wahrnehmung und der Gewohnheit.

Ein Bus prescht nachts durch eine Strasse in Kalkutta

Foto: Ein Bus prescht nachts durch eine Strasse in Kalkutta

Wenn ich nicht weiß, dass gleich ein LKW ohne Vorwarnung aus der Hauseinfahrt auf die Straße rast, mache ich mir auch keinen Kummer darum. „Die werden schon bremsen“, denkt sich der Fahrer und blockiert frech die ganze Fahrbahn. Und recht hat er. Mit jedem Mal, dass man eine solche Situation erlebt, sinkt der Puls: 200-180-160… Irgendwann ist die Überraschung weg, die Gefahr verflogen, der Vorgang habituiert, die Pulsfrequenz normal. Angst hat man nur vor dem Unbekannten – und um eben das zu entdecken, gehen wir ja auf Reisen. Man gewöhnt sich an allerhand, wenn man nur genug Zeit hat. Lernen ist eine veränderte Reaktion auf sich wiederholende Impulse. Wenn Lernen wirklich ein wichtiger Bestandteil des Reisens ist, dann tut die zweite Jeep-Fahrt auf unbefestigter Straße ins abgelegene Bergdorf schon weniger weh. Und wird vielleicht zu einer der Hauptattraktionen des Urlaubs.

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Bitte lächeln!

Bitte lächeln!

„So süß, darf ich ein Bild machen?“ Das blond umlockte Bleichgesicht unserer Tochter scheint in Indien ein Schönheitsideal zu sein. Nach ein paar Dutzend solcher Bitten, macht der Stolz irgendwann der Gewohnheit Platz.

Das Portrait mit dem freundlichem Lächeln hat auch der fotografierten Frau gefallen
Foto: Das Portrait mit dem freundlichem Lächeln hat auch der fotografierten Frau gefallen

Auf Unterhaltung bedacht, denken wir uns: „Wie du mir, so ich dir“ und schlagen frech einen Handel vor: Das Foto unserer Kleinen gibt es nur im Austausch gegen ein Foto vom Fotografen. Seit wir diese Tauschgeschäfte vorschalten, hat sich die Casting-Prominenz drastisch reduziert. Nur wenige Erwachsene möchten abgelichtet werden. Und plötzlich erklärt sich auch, warum in Reiseliteratur und Urlaubs-Blogs überwiegend Kinder und alte Menschen die Texte bebildern. Es ist schlichtweg einfacher von diesen Gruppen gute Schnappschüsse einzufangen. Kinder lächeln oft und sind gerne Motiv. Und die Großeltern-Generation, falls es ihr nicht egal ist, ergreift selten Gegenmaßnahmen. Von einen Menschen im Alter zwischen zwanzig und fünfzig Jahren ein gutes Foto zu machen, ist allerdings eine Kunst. Vorausgesetzt, man verzichtet auf „Distanzwaffen“ in Form von 500 mm Teleobjektiven.  Zwar ermöglichen diese schöne Aufnahmen, der Weg zum Motiv ist aber weit. Und zu dem muß man eigentlich, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, das Foto kommerziell zu nutzen. „Als ich erfahren habe, dass mein Bild für viel Geld verkauft worden ist, bin ich wütend geworden“, erzählt mir ein Mädchen aus einer Stammesgemeinschaft in Kerala. Mit welchem Recht andere sich an ihr bereichern, ist ihre berechtigte Frage. Aber die Mittel, sich dagegen zu wehren, hat sie nicht. Der Anstand gebietet ergo den Gang nach Canossa – zum Fotografierten. Mittlerweile hat sich die Frage „Darf ich Sie fotografieren?“ bei uns eingebürgert. Und wir haben gelernt ein „Nein“ zu akzeptieren und das schöne Bild nur im Kopf abzuspeichern – mit der „Neuro-Cam“ quasi.

Teehändler am Strassenhand
Foto: Teehändler am Strassenrand

Indien macht es einem aber auch manchmal leicht. In touristisch prominenten Gebieten, beispielsweise in Darjeeling, ist es keine Seltenheit, dass man unverblümt den Preis für den Schnappschuss erfährt. „Ein Foto – 100 Rupees“. Im lokalen Kontext ist das eine stolze Summe. Im gedanklichen Wellengang zwischen „Das ist es allemal wert“ und „für Bilder bezahle ich höchstens Eintrittsgelder oder obligatorische Fotogebühren“, wählen wir als Ufer die zweite Variante. Ein Lächeln muss als Vergütung genügen. Und mit etwas Vorarbeit, z.B. einem netten Plausch am Teestand, bekommt man dann auch meist den Klick. Das Foto wird hinterher gemeinsam betrachtet, und wir entsprechen sofern möglich auch dem Wunsch einen Abzug desselben zu schicken. Der Beitrag zur Armutsbekämpfung durch Tourismus ist fürwahr gering. Eine Fotogebühr für die Abbildung lokaler Besonderheit oder Schönheit könnte effektiv Geld in unterpriviligierte Regionen und Haushalte bringen.

Ein Sadhu, ein hinduistischer Asket, vor einem Tempel während der Shiva-Wallfahrt
Foto: Ein Sadhu, ein hinduistischer Asket, vor einem Tempel während der Shiva-Wallfahrt

Leben im Biodiversitäts-Hotspot

Leben im Biodiversitäts-Hotspot

Im Was? In einem Gebiet, in dem eine besonders ausgeprägte Artenvielfalt durch zahlreiche Störfaktoren gefährdet ist. Denglisch – Biodiversitäts-Hotspot. Die Störungen des biologischen Gleichgewichts sind meist von einer Spezies verursacht: Dem Homo-Sapiens, wie man uns so nennt. Dass es Interessenkonflikte gibt ist verständlich in einer Region, wo auf einem Quadratkilometer durchschnittlich etwa Tausend Menschen siedeln. Manche Tierarten halten sich im Bewusstsein. Der Stolz Bengalens, der Königstiger, schafft es regelmäßig in die Medien. Schließlich ist er das Wappentier Indiens. Und als Tourist hat es gar etwas Abenteuerliches, den Jeep bei einer Safari nicht verlassen zu dürfen aus Gefahr vor einer Attacke. Tigerangriffe auf Touristen sind selten, da sind Elefanten und Nashörner schon eine größere Bedrohung. Aber viele Leute wohnen am Rand von Waldgebieten und die Siedlungsflächen schneiden immer tiefer in die Wanderrouten der Wildtiere ein. Entsprechend sind tierische Besuche in vielen Dörfern Alltag. Und Kämpfe „Auge um Auge“ sind keine Seltenheit – Angst hat eigene Gesetze.

Motte im Ost-Himalaya
Nahaufnahme einer Motte

Aber Biodiversität erschöpft sich nicht in den prominenten Großtieren. Diese machen im Gegenteil nur einen verschwindenden Teil aus. Bei uns ist regelmäßig Biodiversität in und ums Haus hautnah erlebbar. Der Frühlingsanfang ist die Zeit der Libellen. Nicht die schönen bunten, wie ich sie aus meiner Jugend erinnere, sondern eher farblose. Diese versammeln sich am Abend an den Lichtquellen – tausendfach. Da ist es ratsam, während der Heimfahrt den Mund und im Haus die Türen und Fenster geschlossen zu halten. Gegen Stechmücken helfen neben Moskitonetzen an Fenstern und über dem Bett auch chemische Hilfsmittel. Ob elektrische Verdampfer für die Steckdose oder als Creme zum Auftragen auf die Haut, alles besser als gestochen werden. Und es hilft: die Anti-Juckreiztube ist immer noch prall gefüllt. Zwei Kollegen berichteten, dass es früher viel extremer gewesen sei. Und nicht nur hinsichtlich der Mücken, überhaupt kreuche und fleuche weniger Getier umher. Da haben wir also noch Glück – quasi.

In Darjeeling bin ich Teil eines Programmes, das sich dem Schutz des Himalaya-Salamanders verschrieben hat. Auch dessen Lebensraum – kleine Weiher und Tümpel – schwindet. Kanalisation verlagert Wasserläufe und in einem trockenen Tümpel brütet kein Ungeziefer – wieder weniger Stiche also. Damit geht dem niedlichen Salamander nicht nur der Lebensraum, sondern auch die Nahrung aus. Dieses Schicksal teilt er mit anderen Kriechtieren, die sich von Insekten ernähren. Und so müssen die Vögel ein paar Extra-Runden fliegen, bevor sie was in den Schnabel kriegen. Die kleinen Raubtiere müssen ein bisschen länger suchen, bis sie ein schmackhaftes Flugtier finden. Und die Tiger pirschen ein paar Extra-Kilometer, um Jagdwild zu sichten. Dafür haben sie aber weniger Mückenstiche.

Ehrlich – Wer hat sich noch nicht beschwert, wenn im seinem Zimmer des Nachts zu viele und zu ekelhafte Besucher zu Gast waren: Ameisen, Kakerlaken, Tausendfüsser. Besonders in abgelegenen Gebieten, oftmals Zielort von Wildlife-Urlauben, sind derartige Zimmergenossen keine Seltenheit. Der Kunde ist König, und welcher Hotelier würde sich nicht in seiner Ehre gekränkt, gewissenhaft um etwas mehr „Ungestörtheit“ in seiner Herberge bemühen. Und so gibt man dem Gast service-beflissen neben den Mückennetzen oftmals eine chemische Keule zur Hand oder weist sein Personal im Umgang mit derselben an. Wie sonst soll der Gast nach geruhsamer Nacht am nächsten Morgen ausgeschlafen und zufrieden zur Safari gehen. Ohne Mückenstich, genau wie der Tiger. Dass der sich immer seltener blicken lässt, erhöht die Exklusivität des Urlaubsvergnügens. Wenn die edle Großkatze sich irgendwann garnicht mehr blicken lässt, bleibt dem Tierfreund ein Ausweichprogramm: In Wien werden jedes Jahr die Glühwürmchen gezählt. Auch eine bedrohte Art. Wie ich jetzt verwunderten Indern meine Begeisterung für Schmetterlinge glaubhaft vermitteln soll, da bin ich nach wie vor ratlos.

Von der Hand in den Mund

Von der Hand in den Mund

Die Fussball-EM ist am Start und die Zeitverschiebung klaut mir die Nachtruhe. Ruhe, die ich normalerweise gerne zum Schreiben nutze. Großartig, dass die Dame des Hauses Verständnis hat und mit Feder und Papier Hilfe angeboten hat.

Etwas unsicher lächelnd nimmt unsere Perle Geeta Gabel und Löffel in die Hand, um damit- die wahrscheinlich ersten- Spaghetti ihres Lebens zu essen. Fast bewundernd schaut sie uns zu, wie wir routiniert unser Besteck schwingen. Für sie ist es ganz und gar nicht Routine, denn sie isst , wie die allermeisten Menschen hier in Indien, sonst mit ihren Fingern. Was wiederum uns komisch anmutet, so ohne technische Hilfsmittel die Speisen in den Mund zu befördern.

Von der Hand in den Mund - Essen mit den Fingern
Foto: Beim Picknick am Fluss - Mit der linken Hand ein Bananenblatt halten, mit der rechten das Essen in den Mund schieben.

Ohne Besteck essen, nur mit meinen Fingern? Für Euch bestimmt ein komischer Gedanke, ich kann es mir ehrlich gesagt bei unserem Essen in Deutschland auch nicht vorstellen. Ein belegtes Brot, Pommes oder gebratenes Hähnchen ja, aber alles und immer? Nein, unser Essen ist dafür eher ungeeignet. Im Gegensatz dazu sind die allermeisten Gerichte hier sozusagen gemacht dafür. Die Zutaten sind immer – ganz gleich ob vegetarische oder nicht vegetarische Kost – so klein geschnitten, daß man sie bequem mit den Fingern in den Mund schieben kann. Reis ist obligatorisch, und eignet sich genau wie der Dhal – ein Brei aus Linsen zubereitet, der oftmals als Soße dient – hervorragend zum mit den Fingern essen.

Als ich in der Schule unserer Großen zur Saraswati Puja eingeladen bin, haben die Lehrerinnen Kijhuree für die Gäste zubereitet – eine Mischung aus Reis, Dhal und Gemüse. Als ich anfange mit dem Löffel zu essen, fordert mich eine von ihnen auf, mit den Fingern zu essen: „Sie werden es mehr genießen und es wird Ihnen viel besser schmecken“, sagt sie. Ich folge ihrem Rat und schmecke: Ja, sie hat recht, es ist wirklich mit allen Sinnen geniessen. Man fühlt die Konsistenz und die Temperatur des Essens, und es schmeckt wirklich anders als mit dem Löffel gegessen.

Mittlerweile ist es für uns alle alltäglich geworden und seit ein paar Tagen hat auch der Kleine angefangen alleine zu essen, mit den Fingern natürlich. Dass danach der Tisch, der Boden und auch der ganze, kleine Kerl verkleckert sind, ist nicht anders zu erwarten. Es ist gar nicht weiter schlimm, wenn man miterlebt, wie stolz er ist, daß er alleine essen kann.

Die Urlaubs-Collage

Die Urlaubs-Collage

Seit ich die Digitalkamera habe, lösche ich mehr Bilder, als ich behalte. Ich schieße aber auch mindestens zehnmal so viele. Ich schwimme in einem mehr von Abbildungen, Erinnerungen und Ereignissen, alle gebannt auf der Festplatte. Ähnlich geht es mir mit dem Schreiben. Während Zugfahrten schreibe ich mit Stift und Papier. Und dabei denke ich oft wie es früher war, als die großen Köpfe alle ihre Werke so verfasst haben. Ein Durchstreichen ab und an, aber ganze Seiten oder Absätze vernichten? Am Computer ist ein ganzer Satz oftmals erst der fünfte oder sechste Versuch, bis er endlich steht. Ein bisschen von hier nach da verschieben, Teile ausschneiden und andere löschen. Übrig bleibt ein Surrogat verschiedener Gedankengänge.

Sind das die Zeichen einer neuen Zeit – dem Trial- und Error-Zeitalter? Das Ausschneiden und beliebige Zusammenfügen der besten Ideen? Und falls das so ist: Mache ich das auch in anderen Bereichen so? Im Urlaub, zum Beispiel? Reise ich mal hierhin mal dorthin, um ersetze alte Erinnerungen durch neue, bessere? Falls ich eine Antwort finde, werde ich sie vermutlich im Zug aufschreiben; Wohl durchdacht.

Unterhaltung wie auf Schienen

Unterhaltung wie auf Schienen

Baul Sänger im ZugZugfahren ist eine fantastische Art, entspannt die Landschaft an sich vorüberziehen zu lassen und seinen Gedanken nachzuhängen. Mittlerweile wird man zumindest in Deutschland ab und an von einem freundlichen bahnuniformierten Wesen gefragt, ob man ein Heiß- oder Kaltgetränk zu sich nehmen möchte und in manchen Zügen steht Lektüre in Form von unternehmenseigenen Magazinen zur Verfügung. Integrierte Absatzkanäle und Public Relations. Aber so kommt zumindest keine Langeweile auf. Zum wirklichen Entertainment ist es allerdings noch ein weiter Weg. Indien ist da einige Schritte voraus. Die Züge sind praktisch offen für Händler jedweder Art – frei ist der Markt: Hier darf man auf Bahnreisen eine derart intensive Unterhaltung genießen, dass es schon an der Schmerzgrenze kratzt.

Als wir am im April mit dem Zug von Barpeta Road nach New Jalpaiguri unterwegs waren, haben wir uns an einer unsortierten Liste der Dinge versucht, die von fliegenden Händlern angeboten wurden. Was hier zu lesen ist, spiegelt das Angebot zwischen den zwei Stationen während einer Fahrtzeit von 42 Minuten wider.

Reisetaschen, Rasierapparate, Betelnuss, Zigaretten (trotz Rauchverbot im Zug), Musik-Keyboards, Taschenlampen, Wasserfarbensets, Scheren, Plastikteller, Küchenmesser, Zahnbürsten, Tiger Balm (und zahlreiche Plagiate desselben), Kaffee, Tee (verpackt und frisch gebrüht in zahlreichen Varianten: Zitronentee, Milchtee, Schwarzer Tee), Omelett auf Toast, Wasser (1 und 2 Liter-Flaschen), Bett-Tücher, Kekse, Nagelclipser, Mehrfachstecker, Uhren, Ferngläser, Miniatur-Vogelkäfige mit Elektro-Gezwitscher, Bananen, Gurken, Zauberwürfel, Lesebrillen, gewürzte Kichererbsen mit Senföl, Barbie-Puppen, Mundharmonikas, Matchbox-Autos (nicht das Original), CDs, DVDs, Videospiele, Puri Bhaji (Fladenbrot mit Kartoffelgemüse), Luftpumpen, Anti-Rutschmatten, Parfüms, Softdrinks, gesüßter Joghurt, Bauchweg-Trainer, Samosas (gefüllte Teigtaschen), Hand-Nähmaschinen, Zeitungen (in Englisch und in lokalen Sprachen), Make-up, Lippenstift, Haarbürsten, Badelatschen und Damenschuhe, Zauberzubehör, elektrische Feuerzeuge, Lufterfrischer, Deodorant, Bücher, Shampoo, Popcorn, Thermoskannen, Gamchas (sehr dünne Baumwollhandtücher), Unterwäsche, aufblasbare Kissen, Frottee-Handtücher, Kürbisse, Papayas, Kartoffelchips (eingefolte Markenprodukte und lokale frisch hergestellte), Tischdecken, Armreifen, Zier-Goldketten, Ketten und Schlösser, Kokosnuss-Snacks, Erdnüsse, Musik-Kassetten, Handtaschen mit ortstypischer Stickerei, Handy-Ladekabel, Massbänder, Regenschirme, Stifte, Taschenrechner, gekochte Eier, Batterien, Moskito-Netze für Kinder, tragbare Kassettenabspieler, Tisch-Telefone, T-Shirts, Regenjacken, Kartoffelschäler, Muri (gewürzte Reisflocken), Plastik-Dinosaurier, ferngesteuerte Spielzeug-Elefanten und LED-Lampen.

Zusätzlich boten Schuh-Polierer, Musiker, Zauberkünstler und Masseure für Kopf- und Körpermassage ihre Dienste feil. Bodenputzer, blinde und amputierte Bettler sowie Hijras (vereinfacht gesagt, das dritte Geschlecht in Indien) als Dienstleister zu bezeichnen, könnte uns dem Lächerlichmachen oder der Verkennung der sozialen Hintergründe verdächtig machen. Wertneutral sei daher festgestellt – sie fehlen auf kaum einer Zugfahrt.

Kaum hatten unsere Mitreisenden das Spiel durchschaut, wurde aus unserer Privatunterhaltung recht schnell ein Gesellschaftsspiel. Sobald ein Händler das Abteil betreten hatte, flogen uns die Namen neu erschienenener Artikel nur so um die Ohren. Die Landschaft kam bei der Fahrt sicher zu kurz. Aber eine nette Unterhaltung mit den Mitreisenden trotz Sprachbarriere will ja auch nicht verachtet sein.

Nach Weglegen des Notizbuches, einen Becher Kaffee in der Hand, tauchten dann doch Fragen ob des Warenangebots auf. Seife und Klopapier – zumindest eines von beiden ist auf längeren Zugfahrten immer hilfreich – konnten wir nicht sichten. Ein klares Versagen des Marktes – Nachfrage ja, Angebot nein. Gutgelaunt haben wir derartige Gedanken weitergesponnen: Wäre nicht die Leerlaufzeit während der Zugfahrt durch das wirtschaftlich aufstrebende Indien eine phantastische Absatzplattform für Kreditverträge, Versicherungen oder Urlaubsreisen? Vielleicht hört man ja in Zukunft Reisende folgendermaßen die Händler zurechtweisen: „Lassen Sie mich doch mal mit Ihren Zeitungen in Ruhe. Sehen Sie denn nicht, dass ich gerade eine Eigentumswohnung kaufe?“

Fragen über Fragen

Fragen über Fragen

Ein Ochse am Bahnhof
Eine Kuh spaziert des Nachts über den Bahnhofsvorplatz

„Gute Frage“, denke ich. Wieder mal stehe ich da wie der berühmte Ochs vor´m Berg. Mein einheimischer Bekannter will – nachdem er mich eine halbe Stunde durch sein Dorf geführt und mir allerlei Fragen beantwortet hat – von mir wissen, wie eigentlich unsere Dörfer aussehen. Ich bin in einem aufgewachsen, ich sollte es doch wissen. Aber er hat – wenn überhaupt – nur eine vage Vorstellung von Europa. Was er vielleicht aus Zeitungs- und Magazinberichten evtl. aus dem Fernsehen (auf der Insel selbst gibt es aber keines), über Europa weiß, bezeichne ich nicht gerade als Abbild der Realität. Ein Dorf ist selten eine Nachricht wert, und was die Medien über Europa berichten ist meist Hochglanz auf Seifenoper-Niveau. Etwas unbeholfen versuche ich also, ihm ein einigermaßen realistisches Bild vom dörflichen Leben im Südwesten Deutschlands zu vermitteln. Jeder Satz ist Anlass für eine weiterführende Frage: „Landwirtschaft ist selten geworden!“ – „Ja von was leben denn dann die Menschen?“ Nach einer halben Stunde gebe ich auf. Ein deutsches Dorf ist zu abstrakt, als dass ich es ohne anschauliches Beispiel auch nur annähernd vermitteln könnte. Also verspreche ich, beim nächsten Mal Fotos mitzubringen.

Reisen bildet. Aber dass ich derart viele Gedanken über meine Heimat anstellen müsste, hätte ich nicht gedacht. Mehr als einmal haben mich „gute Fragen“ aus dem Konzept gebracht. Einfache Fragen, eigentlich: Was sind eure Grundnahrungsmittel, wieviel kostet ein Arztbesuch, wieviele Jahre besucht man durchschnittlich die Schule, wie hoch ist der staatliche Mindestlohn, wie lange geht man arbeiten, gibt es eine Berufsarmee…

Vermutlich habe ich eine Neigung, die Dinge unnötig zu komplizieren. Andererseits bin ich bemüht, Antworten zu geben, mit denen ich auch zufrieden wäre. Schließlich geht es um nicht Weniger, als dem Bild, das man von sich selbst und seinem Herkunftsort vermittelt. Und schnell wird dieses allzu paradiesisch. Simpel „keine direkten Kosten für Arztbesuche“ oder die Erklärung des Sozialversicherungssystems. Ersteres – paradiesisch – ist nicht wahr, zweiteres recht schwer zu erklären.

Letzte Woche hat mich ein junger Mann verschämt und hinter vorgehaltener Hand mit einer Frage konfrontiert, die man in seinem Freundeskreis schon lange heftig diskutiert: „Ist es wahr, dass man in Deutschland einfach so Sex haben kann, wenn man will?“ Zuvor hatte er gefragt, welchen Weg man gehen müsse, wenn man in Deutschland studieren will. „Gute Frage“, habe ich geantwortet.

Die Zukunft zurückgewinnen – ein Besuch in Bodoland

Die Zukunft zurückgewinnen – ein Besuch in Bodoland

Der Manas FlussAls wir 2005 zum ersten Mal in der östlichen Randzone vom Manas Nationalpark waren, war gerade die erste Hütte des Jungle Camps im Rohbau. Wir hatten damals noch im Gästehaus des örtlichen Naturschutz- und Ökotourismus-Vereins geschlafen. Mittlerweile hat das Camp fünf Hütten und einen Essbereich und ein Problem, das uns schon damals berichtet wurde, besteht nach wie vor: Die Elefanten halten sich nicht akribisch genug an die Nationalpark-Grenzen. In der Nacht vor unserer Ankunft hatte sich ein grauer Riese an der Küchenwand den Rücken geschabt, und dabei ein wenig die Statik beeinträchtigt. Vielleicht war er aufgeregt wegen dem Sturm, der auch einige Bäume aus der Fassung gebracht und dadurch die Stromversorgung zum Camp lahm gelegt hat. Ohne Strom kein Wasser, die Punpe funktioniert nur elektrisch. Und so verschieben wir die innig ersehnte Dusche nach der staubigen Fahrt über die Holperstraße – die allerdings gerade mit großem Aufwand ausgebaut wird – auf unbestimmte Zeit. Den Kids macht das wenig, die erkunden mit großer Neugier die Umgebung. Zu entdecken gibt es genug: Dass es eines der artenreichsten Gebiete der Welt ist, interessiert sie wenig, aber in Siliguri haben sie selten Gelegenheit o ungestört durch´s Grüne zu tollen.

Nicht nur unsere Kinder haben in Manas einige Zeit gebraucht, um zu sich selbst zu finden. Auch der Volksstamm der Bodos – die traditionellen Siedler des Gebiets – haben eine lange Zeit mit der Suche nach ihrer Identität verbracht. Und während unsere Kleinen unter Anleitung den einen oder anderen Grashalm abrupfen oder entzückt den Schmetterlingen nachjagen, haben die Bodos während der Zeit ihres Unabhängigkeitskampfes Bäume gefällt und Wild-Tiere erlegt. Auch dies oftmals auf Nachfrage von außen. Dem Nationalpark hat diese Zeit eine tiefe Narbe geschlagen und die Wunden heilen nur langsam. Mit der Anerkennung als autonomes Gebiet – Bodoland – kam das Erwachsenwerden und es stellte sich die Frage: „Wie können wir leben, von dem was wir haben?“ Glücklicherweise waren die Stimmen, die sich für eine nachhaltige Nutzung und den langfristigen Schutz des Naturparadieses am Fuße der Berge von Bhutan entschlossen haben, lauter, als die der Befürworter der schnell Gewinn bringenden Vermarktung der natürlichen Resourcen. Und obwohl keiner eine wirkliche Idee hatte, wie das anzustellen sei, wurde Tourismus als gängiger Weg eingeschlagen. Seither sind Besucher zeitweilige Mitglieder des lokalen Ökotourismus-Vereins und helfen mit beim Freihalten der Park-Wege und bei der Artenerfassung und –beobachtung.

Das klingt sehr streng, ist es aber nicht wirklich. Im Osten des Parks sind illegaler Holzeinschlag und Wilderei so weit eingedämmt, dass sich das Patrouillieren kaum von Nationalpark-Besuchen in anderen Parks unterscheidet. Die Waffen, die von Wilderen den Parkrangern übergeben wurden, ruhen mittlerweile in einem Museum. Heute geht es vor allem um die Präsenz der Naturwächter. Da lokale und auswärtige Mitglieder in kleinen Gruppen unterwegs sind, wird der Besucherdruck nicht auf wenige Stellen im Park konzentriert, sondern ist auf deutlich mehr Wege verteilt. Zudem kann man weit mehr Zeit im Park verbringen und erhält eine sehr intensive Interpretation des Naturraumes. Mit unserem Guide (Vereinsmitglied), fahren wir durch ein ausgetrocknetes Flussbett bis zur Grenze nach Bhutan. Auf dieser Route ist ein Forstbeamter vorgeschrieben, schließlich geht es ins unmittelbare Grenzgebiet. Zumindest unterschwellig ist die Präsenz wilder Tiere immer gegenwärtig. Zwei Gewehre sind an Bord des Autos, um im Falle einer allzu aufdringlichen Begegnung mit Elefanten diese durch Warnschüsse abzuschrecken. Ein komischer Gedanke in einem Schutzgebiet, wenn man sich nicht vor Augen führt, dass die Rüsseltiere das Auto samt Insassen problemlos zerquetschen könnten.

Webstuhl in einem Privathaus in BodolandDer Park ist nur ein Grund, das Land der Bodos zu besuchen, wie bei einem Besuch im Dorf schnell klar wird. Am Marktplatz herrscht geschäftiges Treiben und einige Händler sind aus Bhutan gekommen, um sich mit Waren einzudecken. Auf bhutanesischer Seite ist der Manas-Wald so unzugänglich, dass die Dorfbewohner den Umweg über Indien nehmen müssen, um die Hauptstadt des eigenen Landes zu erreichen. Die Verbesserung der diplomatischen Beziehungen ist ein bedeutender Wachstumsimpuls für unser Dorf Kokilabari. Viele wirtschaftliche Optionen gibt es bisher nicht für das Gebiet. Obwohl Seide hergestellt wird und fast in jedem Haus ein Webstuhl steht, verlassen die bunten Trachten nur selten den Haushalt. Wie auch bei der Landwirtschaft wird das meiste für den Eigenbedarf produziert. Auch die Baumaterialien sind überwiegend lokale Produkte. Die mehrere Gebäude umfassenden Anwesen bestehen traditionell aus Bambus, Holz, Schlamm und Reisstroh. Dass Zinkblech-Platten als Dachbelag immer beliebter werden, weil sie das Wasser besser abhalten, hat auch seine Nachteile. Wie man uns erzählt, wird es im Sommer unter dem Blechdach sehr warm. Die Isolation sei lange nicht so gut, wie beim Reisstroh-Dach. Und obwohl wir die Reisdächer optisch viel ansprechender finden, verstehen wir die Entscheidung zugunsten trockener Gemächer. Eine Anregung, die wir aus anderen Gebieten mitgebracht haben, nämlich das Decken der Blechdächer mit Stroh, wird interessiert diskutiert.

Eine Verbesserung der Infrastruktur und innovative Ideen sind grundlegende Themen. Das Schulwesen ist noch immer mangelhaft, viele Brücken und Straßen sind altersschwach und an einigen Stellen fehlen sie ganz. Die kräftige Finanzspritze durch die Zentralregierung verschafft Linderung, aber es bleibt viel zu tun. Immerhin gilt es, aus einem wenig beachteten Gebiet von Einzelsiedlungen ein funktionierendes Wirtschaftsgeflecht zu knüpfen und dabei den Naturschutz im gesamten Park sicherzustellen. Im Westen des Schutzgebietes sind Handwerker dabei Plattformen auf Boote zu zimmern, um so die Patrouillien-Fahrzeuge über den Manas-Fluss transportieren zu können. Auf dem gleichen Weg können auch Lebensmittel die abgelegenen Dörfer jenseits des Flusses mit Lebensmitteln versorgt werden, um so das Vordringen der Landwirtschaft in den Park zu verhindern. Wie groß die Hoffnungen in den Tourismus sind, wird klar, wenn man die Arbeit an den Wildsichtungs-Stellen und Schutzcamps im Park sieht. Einfache Planen- und Blechhütten machen mehrstöckigen Konstrukten aus Stahlbeton Platz. Eine sichere Bleibe für die Naturwacht und für Besucher gleichermaßen. Wo immer alte Infrastruktur – oft noch aus der Zeit der britischen Herrschaft – existiert, wird diese aufgemöbelt. Wie im Falle des Forst-Bungalows in Muthangori, traumhaft gelegen mit Blick über den Manas-Fluss auf die Bergwelt Bhutans. Die Nachfrage ist bereits jetzt groß, obwohl die Renovierung noch eine Zeit in Anspruch nehmen wird. Und so verbringen wir die restlichen drei Tage auf einem Bauernhof einige Kilometer entfernt vom Parkeingang. Die familiäre Gastfreundschaft ist eine gute Entschädigung für die Übernachtung außerhalb des Parks. Mit Tagesausflügen im Dorf und in den Nationalpark geht die Zeit schnell vorbei und ist eigentlich viel zu kurz, um den Geschichten des alten Mahouts, des Elefantenführers, zu lauschen, der uns stolz das Camp mit fast 50 grauen Einwohnern zeigt. In der Zeit der Forstwirtschaft waren die Elefanten eine wichtige Arbeitskraft. Heute schauen auch die Mahouts erwartungsvoll auf den Tourismus als sinnvolle und stabile Einkommensquelle. Mit der Rückführung der ersten Nashörner aus anderen Reservaten ist ein wichtiger Schritt in eine prosperiende Zukunft im Naturparadies getan.

In der Autowaschstrasse

In der Autowaschstraße

Die Harish-Mukherjee Straße in KalkuttaDie samstägliche Autowäsche ist gleichermaßen Ritual wie Sinnbild spießbürgerlichen Schaffens. Was früher meist im Vorgarten gemacht wurde – ein Mann, ein Auto, ein Schwamm – ist mittlerweile weitgehend automatisiert. Die Reinigung erfolgt nun entweder in mit Hochdruckreinigern ausgestatteten Do-it-yourself-Waschanlagen oder man fährt bequem zur Auto-Waschanlage. In Indien lebt sie fort, die innige Dreiecks-Beziehung Mann-Auto-Schwamm. Wenn auch institutionalisiert. Die Harish-Mukherjee-Road in Kalkutta ist eine Straße der Autowäscher. Die indische Form der Waschstraße. Am frühen Morgen ist die Straße gelb umrandet. Die Reihe von Taxis zieht sich bis zum Horizont. An den Pump-Brunnen stehen Männer mit Eimern um Wasser an. Andere polieren fleißig Blech und Innenbereich der Fahrzeuge. Bevor die Hitze des Tages einsetzt, ist das Treiben besonders ansehnlich. Vor dem Einsetzen des unbändigen Verkehrsstromes kann man noch gemütlich auf der Straße laufen. Und von dort hat man auch einen besseren Blickwinkel auf die vielen herrschaftlichen Häuser, die die Straße säumen. Man kann in Ruhe die Stadt beim Aufwachen beobachten. Hunde werden ausgeführt, Menschen machen im Park Gymnastik oder laufen Runden. An den Teeständen sitzen Männer beim Zeitunglesen, oder in kleinen Gruppen zum Gespräch. Der Geruch von Bidis wabert über ihren Köpfen. Die indische Minizigarette, etwas Tabak eingerollt in ein Blatt, gilt als exquisite Vorbereitung des Darmes auf die erste Tagesaufgabe. Blumenverkäufer finden ihre Kunden in gläubigen Hindus, die zum Opfergang an einem der vielen kleinen Schreine unterwegs sind. Und am Ende der Straße, im Umfeld eines Sikh-Tempels, kann man bei einem Ton-Pott voll Tee, oftmals als bester der Stadt gepriesen, gut die Eindrücke des Morgenspaziergangs noch einmal Revue passieren lassen.

Auf dem Holzweg

Auf dem Holzweg

Holz-Abtransport in SiliguriUnsere Affinität zu Vollholz-Möbeln können wir hier nicht gut ausleben. Vollholz hat einen fragwürdigen Ruf. Unsere Träume von antiken Teak-Möbeln haben wir begraben. Holz ist in Zeiten schwindender Wälder hier alles andere als ein Statussymbol. Schränke werden aus Metall gedengelt, Sitzmöbel sind oft aus Plastik, ebenso Tische. Ausnahme scheinen Betten. Die sind dann doch meist aus Holz, selbst Metallbetten haben wir bisher selten gesehen. Auch Sperrholz ist beliebt als Baumaterial für´s Interieur. Wir haben – auf Anraten eines Bekannten – einer regionalen Spezialität den Vorzug gegeben. Siliguri ist bekannt für die Produktion von Schilfstock-Möbeln. Und so sind unsere Couch inkl. Tisch aus Rattan geflochten. Die Rahmen unseres Esstisches und unserer Stühle sind aus stabilerem Schilfrohr geflochten. Bei der Tischplatte mussten wir einen Kompromiss mit unserem schlechten Gewissen eingehen. Die Nachteile von Glas, besonders bei Kleinkindern im Haushalt, die Unebenheit von Rattangeflechten, und die Quellfähigkeit von Sperrholz hat uns dann doch zum Schreiner geführt. Und seither frühstücken wir auf einer ausgesprochen teuren Vollholz-Tischplatte.

Während der zwei Wochen, die wir auf unseren Austausch-Gaszylinder gewartet haben, sind täglich am Nachmittag Karawanen von Menschen an unserem Haus vorbeigelaufen, die Holz auf dem Kopf oder dem Fahrrad transportiert haben. Frisch gehauen im Wald, vermutlich nicht zum Wohlwollen der Behörden. Unsere Haushälterin hat uns erklärt, dass sie zuhause mit Holz kocht und Gas eigentlich auch nicht gerne zum Kochen mag. Das sei auch viel zu teuer. Dreimal mehr müsste sie circa für Gas zahlen, um einen Monat lang ihr Essen kochen zu können. Billiges Brennholz und teures knappes Gas. Ob das dem Wald gut tut? Naturschutz macht erst Spass, wenn der Reis gekocht ist.