Studiobesuch beim Barbier

Nach dem Besuch beim Barbier steigt das Mitgefuehl fuer Hähnchen

Nach dem Besuch beim Barbier steigt das Mitgefühl fuer Hähnchen

Mein Gesicht brennt wie Feuer, als ich den Frisörsalon verlasse. Ich liebe es, mich rasieren zu lassen, und in Bethlehem gab es Gelegenheit. Zu einer glatten Gesichtshaut gehört hier neben dem üblichen Prozedere mit Schaum und Klinge auch die Entfernung von Wangen- und Ohrenhaaren. Kunstvoll wickelt sich der Barbier einen roten Bindfaden um die Finger und reißt mir in rasender Geschwindigkeit selbst den kleinsten Flaum von der Pelle. „Ob der Bindfaden rot ist, damit man das Blut nicht sieht?“, denke ich bei mir und gebiete rechtzeitig Einhalt, bevor meine Augenbrauen ausgedünnt werden sollen. ‚Wer schön sein will, muss leiden’, sagt das Sprichwort. Und mein Folterknecht ist ein wahrer Meister seines Faches. Da wundert es kaum, dass ich auf zwanzig Schekel nur fünf Schekel Wechselgeld zurück erhalte. Studiobesuche sind eben teuer.

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