Urlaub impossible!

„Gehen Sie dort, wo sie hinfahren, bitte zum Doktor“, hatte mir der Sportarzt in Wien empfohlen. Drei Wochen hatte ich die immer erträglichen Schmerzen im Oberarm mitgeschleppt, bevor ich kurz vor unserer Abreise doch noch in eine Praxis bin. Eine eingehende Untersuchung mit Ultraschall und Röntgen hätte den Besuch zweier weiterer Praxen erfordert, aber dafür war die Zeit zu knapp. „Mr. Marcus bitte“. Wenige Minuten nach der Anmeldung im Beit Sahour Health Center werde ich in den Behandlungsraum gerufen. In fließendem Englisch befragt mich der Arzt nach meinen Beschwerden und schickt mich weiter zum Röntgen. Ein junger Orthopäde, der nach zwölfjährigem Studium in Russland wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, diagnostiziert anhand der Aufnahmen und einiger weiterer Tests einen Muskelfaserriss. Mit einem freundschaftlichen Klapps ob meines falsch verstandenen Heldentums und einer Cortison-Spritze schickt er mich in die Genesung. „Wir sehen uns dann nächsten Freitag wieder. Einfach vorbeikommen, ich bin ab 14 Uhr da.“ Schnell, freundlich, gut – so machen Arztbesuche Spass.

Wenn man im Tourismus tätig ist, dann schwindet schnell die Grenze von Urlaub und Arbeit. Wir kommen beim Abendessen mit Ibrahim, dem Kellner ins Gespräch. „Aus Deutschland? Mein Bruder ist Lektor an der Universität von Breda in Holland.“ Tourismus unterrichtet er dort, gerade ist sein Buch über das Reiseverhalten von Kulturtouristen erschienen.

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