Zeitraffer

Seit Juni letzten Jahres sind wir schon zurück aus Indien und die Neuigkeiten am Neunten hatten eine sehr lange Pause.
Den Sommer widmeten wir Besuchen bei Freunden und Verwandten. Im Spätsommer standen Wohnungssuche und der Umzug nach Wien auf der Agenda. Andreas Berufsstart nach der Karenz – wie man die Elternzeit in Österreich nennt –, Betreuungsplätze für die Kinder, Bürokratisches, das Herstellen von Gemütlichkeit im neuen Umfeld und nicht zuletzt der Wiedereinstieg nach Europa: Alles brauchte seine Zeit und bekam sie auch.
Der lange Wiener Winter machte es auch einem Wieder-Einsteiger in die Stadt nicht leicht schöne Worte für Charakteristisches und Außergewöhnliches zu finden.

Die Kids sind nun tagsüber gut versorgt in Kindergärten, die ausreichend Grünfläche, freundliches Personal und ein angenehmes pädagogisches Konzept vereinbaren. Andrea ist nach einem kurzen Intermezzo auf einer Intensivstation glücklich Vollzeit beschäftigt auf einer Normalstation im Wilhelminenspital. Ich habe ab Dezember die Erziehungszeit für Samiran übernommen und bin zusätzlich seit Februar wieder bei respect beschäftigt. Mit dem Tourismusinstitut, für das ich 2006 als Praktikant nach Wien gekommen war, hatte ich auch während der Zeit in Indien rege Kontakt – mit dem Weblog Indien als markantestem Output.
Die Offerte einer Teilzeitstelle mit gut balanciertem und qualifiziertem Aufgabenfeld war ein super Angebot, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Dass unser aller Tagesablauf sich zudem in der Nähe der neuen Wohnung abspielen kann, ist ein zusätzlicher Luxus. Unsere Vier-Zimmer-Altbauwohnung teilen wir seit November mit Guy, einem 55-jährigen US-Amerikaner. Mit ihm haben wir einen echten Opa (drei Enkel) bei uns aufgenommen, der Tamuna und Samiran engagiert mit umsorgt, wenn seine anstrengende Arbeit bei den Wiener Gärten ihm Energie übrig lassen. Abgerundet wird das neue Heimatgefühl durch eine freundliche Hausgemeinschaft: Frische Weintrauben aus dem eigenen Garten und Schoko-Osterhasen von einer Nachbarin, selbst gebackene bulgarische Teigtaschen von einer anderen. Im Stockwerk unter uns eine junge koreanisch-österreichische Familie mit Sohn in Tamunas Alter und dem weltkundigen Robert, mit dem die Freizeitgestaltung – von Gesellschaftsspielen über Gartenarbeit bis zum Ausflug zum Hundeschlittenrennen – für die ganze Familie eine große Freude ist.

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