Der Rote Panda

Der Rote Panda

Red Panda in Darjeeling ZooSchätzzahlen sprechen von 2500 Exemplaren, auf die es der kleine Bruder des bekannten schwarz-weißen Pandas noch bringt. Genau weiß es keiner. Sicher ist, dass seine Lebensräume schrumpfen. Die Bergregionen oberhalb 1500 Meter in der der rotbraune Säuger sich wohl fühlt stehen unter Druck vor allem durch den Menschen. Die kulturellen Gründe, wegen derer das Fell in einigen Gebieten Chinas begehrt ist – der Bräutigam trägt es zur Hochzeit – ist in Indien kein Bedrohungsgrund. Hier war es vor allem die Forstwirtschaft, die ihm zu schaffen macht. Die Einführung exotischer Baumarten, vor allem die schnellwachsende Sicheltanne cryptomeria japonica, hat Bambus und Mischwald zurückgedrängt. Bambus stellt eine der Hauptnahrungsquellen für das Tier dar, zusätzlich verspeist er Früchte und Beeren.

Der Zoo von Darjeeling ist eine der erfolgreichsten Brutstätten für den roten Panda. Das Institut kann sich bereits einiger erfolgreiche Auswilderungen rühmen. Doch die Zucht in Gefangenschaft stellt keine dauerhafte Lösung für den bedrohten Artenbestand dar. Flankierend gibt es daher Bemühungen, seinen Lebensraum zu verbessern. Einerseits werden so z.B. im Neora Valley Nationalpark in Darjeeling die Sicheltannen durch einheimische Arten ersetzt. Zum anderen gibt es Bemühungen, die einzelnen Reservate, in denen sich der Panda findet, zu vergrößern und diese miteinander zu verbinden. Nur so kann die Gefahr der Inzucht vermieden und eine genetische Stabilität der Spezies gewährleistet werden.

Eine aktive Einbindung der Bevölkerung ist hierzu unabdingbar. Obwohl Tourismus für die landschaftlich reizvollen Verbreitungsgebiete des Säugers eine gute Option darstellt, ist der Panda selbst als Attraktion nur bedingt geeignet. Das Tier ist nachtaktiv, eine Begegnung in freier Wildbahn ist entsprechend unwahrscheinlich. Es bleibt zu hoffen, dass die Wertschätzung des Lebensraumes durch Besucher den Einheimischen Ansporn zur Habitatsverbesserung ist. Und dass sich die Touristen mit einer Beobachtung des Tieres im Zoo zufrieden geben.

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