Klein-Europa am Ganges

Klein-Europa am Ganges
Die Imambarah in HooghlyWir sind – wer hatte das gedacht – nicht die ersten Europäer in der Gegend. Die Engländer haben in Kolkata reichlich viktorianische Architektur hinterlassen. Schließlich war die Stadt lange Zeit die zweitgrößte Siedlung im ganzen Empire. Am Samstag haben wir uns aber bei einem Ausflug eine komprimierte Dosis Festland-Europa einverleibt. Zugegeben, viel ist nicht übrig von den einstigen Kolonialsiedlungen. Ein paar hundert Jahre haben ihren Tribut gefordert. Lohnend war es trotzdem. Ein holländischer Friedhof, eine französische Kirche, eine portugiesische Kathedrale samt Kloster in Bandel und natürlich auch hier Spuren der Engländer. Da aber auch der ein oder andere lokale Herrscher einen Palast und/oder, einen Tempel beigetragen hat, kommt keine Langeweile auf. Garniert wurde der Ausflug durch eine intensive Besichtigung des Imambarah in Hughli. Die Muslimische Anlage mit Gebetshaus, Gästebereich und Schulzentrum hat schon bessere Zeiten gesehen, wird aber gerade aufwendig durch die Archäologische Gesellschaft Indiens restauriert. Der Turmuhr, ein Geschenk der englischen Königin, hingegen scheint die Zeit wenig ausgemacht zu haben. Alle 15 Minuten läuten die tonnenschweren Glocken.
Die schottische, die dänische und die armenische Siedlung müssen sich bis zu unserem nächsten Tagesausflug gedulden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s